Google Profil

Google Unternehmensprofil bearbeiten & optimieren

Sie können Ihr Profil komplett selbst pflegen. Hier finden Sie den Weg zu jeder Einstellung und die ehrliche Einordnung, was davon Ihr Ranking bewegt.
Verfasst von Jan Andrecht
Zuletzt aktualisiert am: 27. Juli 2026
Lesezeit: 8 Minuten
Google Unternehmensprofil bearbeiten & optimieren

Ihr Google Unternehmensprofil bearbeiten Sie direkt in der Google-Suche oder in Google Maps, ein eigenes Dashboard brauchen Sie dafür nicht mehr. Fast alles können Sie selbst einstellen, und Fachwissen ist dafür nicht nötig. In diesem Ratgeber bekommen Sie beides: den Weg zu jeder Einstellung und eine ehrliche Einordnung, was Ihr lokales Ranking wirklich bewegt und was reine Kosmetik ist. Wichtiger als jeder Trick ist dabei, dass Sie das Profil sauber aufsetzen und danach dranbleiben.

Der Zugang

Wo Sie Ihr Google Unternehmensprofil bearbeiten

Ein eigenes Dashboard wie früher bei Google My Business gibt es nicht mehr. Sie verwalten Ihr Profil heute direkt dort, wo es auch Ihre Kunden sehen: in der Google-Suche und in Google Maps. Voraussetzung ist, dass Sie mit dem Google-Konto angemeldet sind, dem das Profil gehört, und dass das Profil bestätigt ist.

Es gibt drei Wege, und sie führen zum selben Ziel:

  • In der Google-Suche: Suchen Sie nach Ihrem Firmennamen oder tippen Sie „mein unternehmen" ein. Als Inhaber sehen Sie dann eine Leiste mit Schaltflächen wie „Profil bearbeiten", „Fotos hinzufügen" und „Beitrag erstellen".
  • In Google Maps: Öffnen Sie die Maps-App oder maps.google.com, tippen Sie auf Ihr Profilbild und wählen Sie „Unternehmensprofil". Auch hier erreichen Sie alle Einstellungen.
  • Über den direkten Link: Rufen Sie business.google.com auf, wenn Sie mehrere Standorte verwalten oder einen zentralen Überblick brauchen.

Für die tägliche Pflege genügt der Weg über die Google-Suche. Sie öffnen das Profil, klicken auf den Bereich, den Sie ändern wollen, tragen die neuen Angaben ein und speichern. Manche Änderungen sind sofort sichtbar, andere prüft Google erst, das kann ein paar Stunden bis wenige Tage dauern.

Die Basis

Stammdaten vollständig und einheitlich pflegen

Bevor Sie an Feinheiten denken, muss die Basis stimmen. Ein vollständiges Profil ist für Google ein Zeichen, dass hinter dem Eintrag ein echter, aktiver Betrieb steht. Gehen Sie einmal jedes Feld durch und füllen Sie aus, was Sie ausfüllen können.

Diese Angaben gehören sauber gepflegt:

  • Name, Adresse und Telefonnummer genau so, wie sie auch auf Ihrer Website und Ihren Rechnungen stehen
  • Öffnungszeiten, inklusive Sonderzeiten für Feiertage, damit niemand vor verschlossener Tür steht
  • Website-Link und Terminlink, wenn Sie online buchbar sind
  • Kurzbeschreibung Ihres Betriebs, in klarer Sprache und mit den Begriffen, unter denen Ihre Kunden Sie suchen
  • Attribute wie barrierefreier Zugang, Parkplätze oder Zahlungsarten, soweit sie für Sie zutreffen

Ein Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit: Name, Adresse und Telefonnummer müssen überall im Internet identisch sein. Auf Ihrer Website, im Profil, in Branchenverzeichnissen und in sozialen Netzwerken. Fachleute nennen das NAP-Konsistenz. Schon eine abgekürzte Straße an einer Stelle und die ausgeschriebene an einer anderen kann Google verunsichern. Wenn Sie tiefer einsteigen wollen, lesen Sie dazu unseren Ratgeber zur NAP-Konsistenz.

Der wichtigste Grundstein

Die richtige Kategorie wählen

Ihre Hauptkategorie sagt Google, worum es bei Ihnen geht. Sie entscheidet mit, für welche Suchanfragen Sie überhaupt infrage kommen. Ein Betrieb, der als „Restaurant" eingetragen ist, taucht bei anderen Suchen auf als einer, der als „Pizzeria" oder „Café" gelistet ist. Deshalb lohnt es sich, hier kurz nachzudenken.

Die gute Nachricht: Die richtige Kategorie zu finden ist einfach und in wenigen Minuten erledigt. Sie müssen nichts erraten. Schauen Sie einfach, was Ihre Wettbewerber nutzen, und zwar die, die in Ihrer Stadt oben stehen. Übernehmen Sie die Hauptkategorie, die sich dort durchzieht.

So finden Sie die Kategorie der Konkurrenz heraus:

  • Über eine Browser-Erweiterung wie GMB Everywhere. Sie installieren sie einmal und sehen danach bei jedem Profil direkt die Haupt- und Nebenkategorien.
  • Über den Vergleich der Top-Betriebe in Ihrer Region. Wenn drei von vier gut platzierten Anbietern dieselbe Hauptkategorie führen, ist das Ihre Kategorie.

Wählen Sie die spezifischste Kategorie, die zu Ihnen passt, nicht die allgemeinste. Zusätzliche Kategorien dürfen Sie ergänzen, wenn Sie mehrere Leistungen anbieten, zum Beispiel eine Bäckerei mit angeschlossenem Café. Übertreiben Sie es aber nicht. Nebenkategorien, die nur am Rand zu Ihnen passen, verwässern das Bild eher, als dass sie helfen.

Inhalte, die Ihr Profil lebendig halten

Fotos, Leistungen, Produkte und Beiträge

Ein gepflegtes Profil zeigt, dass hinter dem Eintrag jemand arbeitet. Diese Inhalte sind schnell hinzugefügt und lassen sich jederzeit über die Profilleiste bearbeiten.

  • Fotos von außen, von innen und von Ihrer Arbeit. Sie geben Kunden ein Gefühl und sind oft das Erste, was jemand anschaut. Achten Sie auf scharfe, gut ausgeleuchtete Bilder und tauschen Sie sie hin und wieder aus.
  • Leistungen und Produkte mit einer kurzen, klaren Beschreibung. So versteht Google und der Kunde, was Sie genau anbieten, und Sie tauchen bei passenden Suchen eher auf.
  • Öffnungszeiten und Kontaktdaten, die Sie aktuell halten. Nichts frustriert einen Kunden mehr als eine falsche Angabe.
  • Beiträge für Neuigkeiten, Angebote oder Termine. Sie erscheinen direkt im Profil und lassen sich mit Bild und Link versehen.

Ein ehrliches Wort zu den Beiträgen: Viele Ratgeber stellen sie als großen Ranking-Faktor dar, und viele Betriebe stecken viel Zeit hinein. Beiträge sind nett und halten das Profil frisch, aber sie sind nicht der Grund, warum Sie nach oben rutschen. Machen Sie sie, wenn Sie ohnehin etwas mitzuteilen haben. Machen Sie sich aber keinen Stress, wenn eine Woche mal kein Beitrag dabei ist. Ihre Energie ist an anderer Stelle besser aufgehoben, und die kommt jetzt.

Der unterschätzte Hebel

Bewertungen, wo die meisten falsch liegen

Wenn ein Betrieb gut gepflegt ist und trotzdem nicht oben steht, liegt es in den meisten Fällen an den Bewertungen. Und zwar nicht an der Note, sondern an dem, was die meisten übersehen.

Der häufigste Denkfehler geht so: „Wir haben 4,8 Sterne, der Wettbewerber nur 4,7, also müssten wir doch vorne sein." Der Gedanke ist nachvollziehbar, aber diese kleinen Unterschiede im Schnitt bewegen fast nichts. Google schaut auf ein größeres Bild.

Darauf kommt es wirklich an:

  • Aktualität. Kürzlich erhaltene Bewertungen wiegen schwerer als ein Schwung, der vor zwei Jahren kam. Ein Profil, das laufend neue Rezensionen bekommt, wirkt aktiv und lebendig.
  • Regelmäßigkeit. Ein stetiger Fluss ist wertvoller als eine einmalige große Aktion. Lieber jede Woche zwei neue Bewertungen als einmal im Jahr dreißig.
  • Inhalt statt nur Sterne. Eine Bewertung ohne Text bringt deutlich weniger als eine, die konkret beschreibt, welche Leistung an welchem Ort gut war. In solchen Texten stecken oft genau die Begriffe, unter denen Sie gefunden werden wollen.
  • Antworten. Reagieren Sie auf jede Bewertung, auf gute wie auf kritische. Das ist ein Aktivitätssignal für Google und zugleich echte Kundenbindung.

Der entscheidende Punkt: Bewertungen sind kein Häkchen, das man einmal setzt. Sie sind ein laufender Prozess. Überlegen Sie sich einen festen Weg, wie Sie nach jedem Auftrag um eine Bewertung bitten, und bleiben Sie dabei. Genau dieses kontinuierliche Bewertungsmanagement macht bei starker Konkurrenz den Unterschied, und genau daran arbeitet fast niemand.

Damit das Bitten leichtfällt, haben wir ein kostenloses Werkzeug gebaut. Mit dem Google-Bewertungslink und QR-Code bekommen Ihre Kunden das Bewertungsfenster mit einem Klick oder Scan, ohne lange zu suchen.

Kostenlose Analyse

Sie machen alles richtig und stehen trotzdem nicht oben?

Manchmal liegt es an einer Kleinigkeit, die man selbst nicht sieht. Ich schaue mir Ihr Profil kostenlos an und sage Ihnen ehrlich, wo Sie stehen und welche Hebel zuerst greifen. Ob wir danach zusammenarbeiten oder nicht, ist Ihre Entscheidung.

  • Persönlich von Jan ausgewertet, kein automatischer Report
  • Schriftliche Einschätzung in 2 bis 3 Tagen
  • Kostenlos und unverbindlich, kein Vertriebs-Pitch
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Prioritäten

Was wirklich aufs Ranking einzahlt

Wer zum ersten Mal ein Profil optimiert, ertrinkt schnell in Tipps. Damit Sie Ihre Zeit richtig einsetzen, hier die ehrliche Reihenfolge, sortiert nach Wirkung.

  • Pflicht, aber kein Wunder: die richtige Hauptkategorie und ein vollständiges, einheitliches Profil. Ohne diese Basis geht nichts, aber sie allein hebt Sie nicht über die Konkurrenz. Das erledigen Sie einmal ordentlich und dann ist gut.
  • Der eigentliche Hebel: frische, regelmäßige und gehaltvolle Bewertungen samt Ihren Antworten. Hier entsteht der Unterschied, besonders in Branchen mit vielen Anbietern.
  • Nützlich, aber nachrangig: Fotos, Beiträge und Detailpflege. Das hält das Profil lebendig, ist aber nicht der Grund für Spitzenplätze.

Und weil die Frage fast immer kommt: Nein, es gibt keinen geheimen Hebel, den nur Agenturen kennen. Ein Freelancer oder eine Agentur macht am Ende nichts anderes, als die Google-Richtlinien sauber umzusetzen und dranzubleiben. Das ist kein Hexenwerk, das kann grundsätzlich jeder, auch ohne Marketing-Hintergrund. Der Unterschied liegt im Anspruch. Ihr Profil ist das Schaufenster Ihres Betriebs. Wenn Sie es ordentlich aufbauen, ehrlich pflegen und über längere Zeit füttern, landen Sie in vielen Branchen in den Top drei bis fünf. Das ist keine Zehn-Minuten-Aufgabe, sondern eine Sache von Kontinuität.

Aus der Praxis

Die häufigsten Fehler, die ich in Profilen sehe

Ich schaue mir regelmäßig die Profile von Betrieben an, die in der lokalen Suche nicht vorankommen. Ein paar Fehler tauchen dabei immer wieder auf. Wenn Sie diese vermeiden, sind Sie schon weiter als die meisten.

  • In Sterne-Durchschnitten denken. Der Blick klebt an der Kommastelle, während Aktualität, Regelmäßigkeit und Inhalt der Bewertungen ignoriert werden. Genau die zählen aber.
  • Leere Sterne sammeln. Bewertungen ohne Text werden mitgenommen, als wäre das die Hauptsache. Eine ausführliche Rezension ist viel mehr wert.
  • Nicht auf Bewertungen antworten. Die Bewertung kommt rein, der Haken wird gesetzt, fertig. Dabei sind die Antworten selbst ein Signal und ein Draht zum Kunden.
  • Das Profil einmal einrichten und liegen lassen. Viele behandeln es wie eine einmalige Anmeldung. Ein Profil lebt aber von laufender Pflege.
  • Kein Plan für Bewertungen. Es gibt keinen festen Weg, wie neue Rezensionen reinkommen. Wer sich das einmal überlegt und zur Gewohnheit macht, zieht an der Konkurrenz vorbei.

Keiner dieser Fehler ist schwer zu beheben. Es geht nicht um Können, sondern um Aufmerksamkeit und Regelmäßigkeit.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Google Unternehmensprofil

Wie bearbeite ich mein Google Unternehmensprofil?

Suchen Sie im angemeldeten Google-Konto nach Ihrem Firmennamen oder tippen Sie „mein unternehmen" ein. Es erscheint eine Leiste mit Schaltflächen wie „Profil bearbeiten" und „Fotos hinzufügen". Alternativ geht es über die Google-Maps-App unter Ihrem Profilbild. Ein eigenes My-Business-Dashboard gibt es nicht mehr.

Warum wird mein Unternehmen bei Google nicht angezeigt?

Meist fehlt die Bestätigung des Profils, die Angaben sind unvollständig oder die Hauptkategorie passt nicht. Prüfen Sie zuerst, ob das Profil bestätigt und vollständig ausgefüllt ist und ob die Kategorie zu dem passt, wonach Ihre Kunden suchen.

Wie oft sollte ich mein Profil aktualisieren?

Es gibt keine feste Regel. Halten Sie Öffnungszeiten und Kontaktdaten immer aktuell und sorgen Sie regelmäßig für neue Bewertungen. Fotos und Beiträge ergänzen Sie, wenn es etwas zu zeigen gibt. Wichtiger als ein starrer Rhythmus ist, dass das Profil nicht monatelang unberührt bleibt.

Wie ändere ich die Kategorie meines Profils?

Öffnen Sie „Profil bearbeiten" und wählen Sie neben „Unternehmenskategorie" die Option zum Bearbeiten. Sie können eine Hauptkategorie festlegen und weitere Kategorien ergänzen. Orientieren Sie sich an den gut platzierten Wettbewerbern in Ihrer Region.

Sind Beiträge im Profil wichtig für das Ranking?

Beiträge halten das Profil frisch und sind ein nettes Extra, aber sie sind kein starker Ranking-Faktor. Investieren Sie Ihre Zeit lieber in vollständige Angaben, die richtige Kategorie und in laufende Bewertungen.

Kann ich mein Profil selbst optimieren oder brauche ich eine Agentur?

Das meiste können Sie selbst erledigen, dafür braucht es kein Fachwissen. Eine Agentur oder ein Freelancer nimmt Ihnen die Arbeit ab und bringt Struktur und Erfahrung mit, vor allem beim Bewertungsmanagement. Der Inhalt bleibt derselbe: die Google-Richtlinien sauber umsetzen und dranbleiben.

Nächster Schritt

Wissen, wo Ihr Profil wirklich steht

Sie kennen jetzt die Stellschrauben und die Reihenfolge, in der sie wirken. Wenn Sie sicher sein wollen, wo Ihr Profil aktuell steht und welcher Hebel bei Ihnen zuerst greift, sehe ich mir Ihre Lage kostenlos an. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, keinen automatischen Report und keinen Vertriebs-Pitch.

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Über den Author

Jan Andrecht
Local SEO Freelancer
Ich arbeite seit 2018 selbstständig und habe mich mit der Zeit ganz
auf Local SEO konzentriert. Über 70 Betriebe habe ich seitdem
begleitet, vom Handwerksbetrieb bis zur Arztpraxis. Alles, was in
diesem Ratgeber steht, habe ich in dieser Arbeit selbst umgesetzt.
Mehr über mich
Local SEO Freelancer Jan Andrecht bei der Arbeit.
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